Kostengünstige Steckermontage mit QS:

Integration höchster Kompetenz.

Stecker stellen in der Automobilbranche seit Beginn der Serienherstellung eine zuverlässige, aber zugleich auch risikoreiche Verbindung von elektrischen Leitungen und Aggregaten dar.

Sie sind mechanischen und Umwelteinflüssen ausgesetzt und müssen den gesamten Lebenszeitraum eines Fahrzeugs fehlerfrei Signale übertragen.

Aufgrund dessen ist es sowohl für die Hersteller von Steckverbindern, als auch den Werkzeug- und Maschinenbauern in der Zulieferbranche der kabelverarbeitenden Industrie schon immer eine Herausforderung gewesen, hier zuverlässige und innovative Ideen zu entwickeln.

 

 

 

Eine sehr kostengünstige und äußerst effektive Lösung für diese Problematik bietet das semiautomatische Stecksystem CoCoMo!

Dabei stellt der Bediener das zu bestückende Steckergehäuse und die einzelnen Leitungen dem System manuell zu Verfügung.

Über spezielle Sensorik wird das Kabel in Bezug auf Farbe und Einstecktiefe, optional auch hinsichtlich Leitungsquerschnitt identifiziert und kann so in dem entsprechendem Steckplatz im Steckverbinder positioniert werden.

Dabei wird nicht nur die Stecktiefenkontrolle beachtet, sondern auch unmittelbar nach dem eigentlichen Fügeprozess ein Verrastungstest in Form vom PULL BACK Test vorgenommen.

Der Greifer, der das Kabel sicher und formschlüssig umfasst, drückt dieses nicht nur bis zur Verrastung in die Gehäusekammer, sondern er zieht mit definierter Rückzugskraft an der Leitung, um den festen Sitz zu prüfen.

Die Kräfte für das Greifen, Eindrücken und den Rückzug sind unabhängig voneinander einstellbar. Nach den einwandfreien Fügeprozessen wird vor der Ausgabe des Steckers eine eventuell vorhandene Sekundärverriegelung geschlossen.

Bei N.I.O.-Fügeschritten wird der Konfektionsvorgang abgebrochen und der Stecker zur Eingabeposition verfahren. Die Arbeit kann erst fortgesetzt werden, wenn nach einer Quittierung das Bauteil vom CoCoMo freigegeben und dann entnommen worden ist.

Einerseits ist in der Produktion der Serienfertigung die vollautomatische Herstellung von Kabelsätzen mit Montage von Steckergehäusen üblich.

Andererseits wird im Rahmen des Kostendrucks und der Wechselfreudigkeit der “Automobilisten” gerade dieses verhindert und eine manuelle Produktion in sogenannten “Billiglohnländer” ist absolut notwendig.

Da wird dann aber eine kostenaufwendige QS notwendig, um Qualitätsprobleme in Bezug auf “Verrastungsfehler”, Verpolung und andere Fehlbestückungen zu detektieren. Vor allem ist der produzierte Fehler oft nicht mehr zu reparieren und der gesamte teure Kabelsatz nur noch zu entsorgen.

 

 

 

Die Aufnahme des Steckergehäuses ist in einem Linearsystem integriert. Nachdem das Gehäuse in der Aufnahme verrastet, verfährt diese in die erste Bestückungsposition.

Als nächstes kann der Bediener jetzt die Leitungen in der richtigen Reihenfolge an das System übergeben.

Optional kann das System mit einer integrierten Überwachungseinheit ausgestattet werden.

Mit dieser Einheit wird bei jedem Systemstart und nach jedem N.I.O.-Ergebnis die Rückzugskraft in ihrem definierten Toleranzbereich überwacht.

Dadurch sind Manipulationen, Verschleiß an Fügekomponenten aber auch chargenbedingte Produkteigenschaften ausgeschlossen bzw. leichter zu analysieren.

Für eine Kennzeichnung von I.O.-Steckern kann eine Markierungseinheit z.B. Heissprägestempel zusätzlich integriert werden.

Für die Konfektionierung von mehrreihigen Steckern kann das modular entwickelte CoCoMo zu Ausführungen z.B. mit einem 2-Achsen-Tisch und zwei Fügeeinheiten erweitert werden.